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Standort des Weins, der Weinreben

Die Grundlage eines guten Weins sind die Trauben und ihre Wachstumsbedingungen. Die unterschiedlichen Rebsorten prägen den Geschmack des Weins ganz wesentlich. Aber wie und wo eine Wein gewachsen ist, verleiht im seine Individualität. Die Kombination von geologischen und klimatischen Bedingungen einer Weinregion ist einzigartig. Weinreben wachsen nicht überall. Sie lieben kalte Winter, denn dann kann sich die Weinrebe bis zum Frühling erholen und neue Energie sammeln. Ab der Weinblüte im Frühling liebt die Weinrebe die Sonne, ausreichenden Regen und einen sanften, trockenen Wind. Klar, und nach dem Sommer möchte die Weinrebe einen langen, sonnigen und trockenen Herbst. Die Weinbauregionen in den unterschiedlichen Ländern ziehen sich deshalb als abgegrenzter Ring um den Globus. In der Regel liegen die Weinanbaugebiete zwischen dem 50 und 3o Grad nördlicher Breite und dem 30 und 50 Grad südlicher Breite.

Die kühlen, äquatorfernen Regionen produzieren die edelsten Weine und die wärmeren Regionen erzeugen einfache Weine in großen Mengen - diese Regel galt früher. Heute jedoch versuchen die Weinmacher der südlichen Bereiche die Bedingungen der kühleren Zonen zu imitieren. So ernten sie beispielsweise die Trauben wesentlich früher.

Ist es zu nass, so werden die Weinreben von Pilzerkrankungen befallen. Fehlt der Winter, so finden die Reben keine Erholungsphase, sie wachsen permanent. Auf der Nordhalbkugel sind für den Wein Südhänge ideal. Fehlende Sonne ist das größte Problem für die Weinbauer in den kühleren Regionen. Grundlage der Weinbereitung ist der Zuckergehalt der Beeren. Der Zucker wird mittels Hefe in Alkohol umgesetzt. Und die Sonne ist für die Produktion des natürlichen Zuckers in den Trauben verantwortlich.

Ist das Wetter währen der Blüte zu schlecht, d.h. zu nass oder zu kalt, so wird die Befruchtung und der Fruchtansatz der Reben gestört - die Erträge werden nur gering ausfallen.

Hat der Wein ein zuviel an Sonne, so muss der Weinbauer künstlich bewässern. Besonders in der Neuen Welt wird so verfahren. Eine künstliche Bewässerung führt aber oft zu übermäßig hohen Erträgen. Zuviel Wärme im Winter lässt auch die Erholungsphase des Weins entfallen. Man schneidet dann die Rebstöcke zurück und simuliert so die Jahreszeiten. Aber die Reben tragen dann bis zu dreimal im Jahr reife Trauben.