Servieren - Weingläser
Weinglas - Weingläser
Die Form des Weinglases beeinflusst den Geschmack und den Duft des Weins, denn nur mit einem entsprechend geformten Glas nimmt man alle Aromen des Weins wahr - diese Theorie hat der österreichische Glashersteller Claus Josef Riedel aufgestellt. Riedel entwickelte auf die Aromakomponenten der verschiedenen Rebsorten abgestimmte Weingläser, wobei die Rebsorten sogar noch nach Herkunft aufgeteilt werden - und nach Alter. So bekommt beispielsweise ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland mit einem Stachelbeeraroma ein anderes Glas als der französische Sancerre aus der gleichen Traube, aber mit grasiger Note. Für den Anfang reichen jedoch zwei Gläsertypen, die beide einen tulpenförmigen Kelch und einen langen, schmalen Stil haben. Für Rotweine gilt: je größer die Weingläser, desto besser, denn der Rotwein braucht Raum zum Atmen, damit die Fruchtaromen frei werden können. Das Glas darf nur bis zur Hälfte gefüllt werden. Für Weißweine ist ein kleineres Glasvolumen ausreichend. Schaumweine trinkt man aus so genannten Sektflöten. Ihr hoher, schmaler Kelch bewahrt die Perlen länger. In Sektschalen wird der Sekt hingegen sofort schal. Etwas kleinere Gläser als die üblichen Weingläser sind Gläser für Sherry und Likörweine, denn diese haben einen höheren Alkoholgehalt. Die copita ist das traditionelle Glas für Sherry aus dessen Heimat. Den Weingenuss hingegen beeinträchtigen Gläser mit dicken Rollrändern. Nicht geeignet sind auch Gläser mit Schliff oder gefärbtem Stil, da in diesen die Färbung des Weins nicht beurteilt werden kann. Man sollte Weingläser nicht mit der Öffnung nach unten im Schrank aufbewahren, weil die Luft darunter muffig werden und den Wein verderben kann. Der Weingeschmack wird auch durch Spülmittelreste und Zigarettenrauch beeinträchtigt. Am besten reinigt man die Gläser nur mit heißem Wasser und trocknet mit einem fusselfreien Tuch ab. |