Gesundheit
Wein und GesundheitWein, besonders Rotwein, ist gesund. Dies ist wissenschaftlich festgestellt worden. Moderater Genuss von Rotwein kann Herzerkrankungen vorbeugen. Studien belegen, dass moderate Weintrinker seltener koronare Herzerkrankungen entwickeln als völlige Abstinente oder starke Trinker. Dies wird das French Paradoxon genannt: die Franzosen essen fette Speisen und trinken Wein, ohne negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit zu spüren. 1991 berichtete das amerikanische Fernsehen hierüber. Die Folge war ein sprunghafter Anstieg der Rotweinumsätze in den USA und in Asien.
Alkohol wirkt auf die Inhaltsstoffe des Blutes, die für die Gerinnungsfähigkeit und Cholesterinbildung verantwortlich sind. Das Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren wird durch moderaten Alkoholgenuss verbessert. Des weiteren besitzen die besonders im Rotwein vorhandenen Phenole - das sind Farbpigmente und Tannine - antioxidative Eigenschaften. Durch diese antioxidative Wirkung der Inhaltstoffe soll Wein dem Schutz vor Herzkrankheiten dienen. Der endgültige Beweis ist allerdings noch offen.
Man fragt sich nun: was ist moderat beim Weingenuss? Die Empfehlungen in den unterschiedlichen Ländern sind unterschiedlich. Die Amerikaner geben eine Einheit von 14 g vor, die Briten lediglich 8 g, die Australier 10 g. Frauen sollten, so die Vorgaben, pro Woche 14 und Männer 21 Einheiten konsumieren. Die Franzosen empfehlen für Männer im Maximum 60 g Alkohol pro Tag. Deutschland hat 20 g für Frauen und 30 g für Männer als Richtgröße. Das entspricht 0,25 l und 0,4 l Wein pro Tag. Natürlich sind das nur grobe Anhaltspunkte, denn die Gesamtkonstitution und das Alter sind entscheidend. Letztendlich muss der gesunde Menschenverstand entscheiden. |